Kontextbezogene Werbung, allen voran Google Adsense, ist der aktuelle Internet-Marketing-Trend. AJAX (Asynchronous Javascript And Xml) ist der aktuelle Trend bei der Erstellung interaktiver Homepages für das so genannte Web 2.0. Auch diese Homepage nutzt die AJAX-Methode zum Nachladen des Inhalts neuer Seiten.
Nur leider passen diese beiden Trends bisher so gar nicht zusammen - aus diesen beiden Gründen:
- Werbung passt nicht zum Inhalt
Das Problem ist folgendes: die Werbung soll ja möglichst gut zum Inhalt der aktuellen Seite passen - und das passiert in der Regel so, dass der Anbieter, zum Beispiel Google, schon alle Daten der Homepage (die oben in der Adresszeile steht) bei sich gespeichert hat, dafür passende Werbung aussucht und die dann an den Browser zurückschickt.
Werden Inhalte nachgeladen, müsste eigentlich auch dazu passende Werbung angezeigt werden - aber bei AJAX erfolgt das Nachladen im Hintergrund, ohne Wechsel der "aktuellen" Seite. Schauen Sie auf meiner Homepage einmal oben in der Adresszeile, wenn Sie die Seite wechseln - da ändert sich nichts. Also kann die Werbung nicht mehr exakt zum gerade sichtbaren Inhalt passen, sondern lediglich zur zuerst geladenen Seite der Homepage. Wenn das Thema der Homepage sehr eng begrenzt ist, dann ist das noch kein so großes Problem, aber meistens ist es eben schon ein Problem.
Die einzige Ausnahme stellt hier momentan Intellitxt dar, die den aktuellen Seiteninhalt nutzen, nicht den einer im Index hinterlegten Seiten, wie das Google, eBay oder Amazon tun. - Javascript in nachgeladenen Teilen kann nicht ausgeführt werden
Selbst wenn die inhaltlichen Probleme gelöst wären, verbleibt ein technisches Problem. Denn die Werbung wird durch einen Javascript-Code vom Server geholt und auf diese Weise in die Homepage eingebunden. Sollte so ein Code jedoch in einem nachgeladenen Teil der Homepage vorkommen (wie beispielsweise auf dieser Homepage, wenn ich Werbung im Inhaltsbereich einblenden wollte), dann wird der leider nicht mehr ausgeführt - das geht nur beim erstmaligen Laden einer Seite. Die aktuell von allen Anbietern verwendete Javascript-Technik funktioniert also aus technischen Gründen in solchen Fällen überhaupt nicht.